Mit einem lachenden und zwei weinenden Augen wende ich mich ein letztes Mal an die Weltöffentlichkeit, um die Berichterstattung einer wunderbaren Reise zu einem Ende zu bringen. Reise ist eigentlich nicht das richtige Wort, denn es war so viel mehr als das, es war eine prägende Erfahrung, ein aufregendes Abenteuer, ein einmaliges Erlebnis. Und, man glaubt es kaum, wir haben tatsächlich immer unseren Zeitplan eingehalten, keinen Flug verpasst (*aufholzklopf* - noch sind wir nicht zuhause) und 17.000 km Strecke mit dem Auto auf der linken Straßenseite unfallfrei hinter uns gebracht.
Mit der Fotodokumentation unserer letzten Tage in Neuseeland verabschieden wir uns an dieser Stelle von allen, die unseren Blog so gespannt verfolgt haben und an deren neiderfüllten Kommentaren wir uns so sehr erfreut haben.
Die Nordinsel
Nach dreieinhalbstündiger Überfahrt verlassen wir unsere überteuerte Fähre in Wellington, der Kunst-, Kultur- und auch ganz generellen Hauptstadt Neuseelands.
Im Te Papa Museum verewigen wir uns auf einer riesigen, frei gestaltbaren Monitorwand.
Weiter geht es Richtung Norden. Hier spazieren wir am Mt. Egmont dem Schnee entgegen, einem Vulkan, dessen perfekte Form leider von einem Nebelschleier verdeckt ist.
Sanfte Hügel, rosaroter Abendhimmel und ein aufgehender Vollmond - Neuseeland wie es leibt und lebt. Die weißen Wattebällchen im saftigen Grün sind übrigens... Schafe.
Wenn Vulkane nicht gerade Lava spucken, bieten sie sich auch als Schigebiet an. Natürlich lassen wir uns den Spaß nicht entgehen und wedeln den (aktiven) Mt. Ruapehu hinunter.
In Taupo vergessen wir noch mal die kalten Temperaturen und springen an einem Gummiseil von einer Platform, das gerade NICHT kurz genug ist, um uns vor dem kühlen Nass zu bewahren. Nach den zwei eisigen Erlebnissen dieses Tages (die erste war das Schifahren) wärmen wir uns in den heißen Quellen der Stadt wieder auf.
Apropos heiße Quellen: In Rotorua gibt es allerlei vulkanische Aktivität. Geysire (hier der Lady Knox Geysir)...
...kochende Seen (hier der Champagne Pool)...
...und brodelnde Schlammlöcher (hier in den "Gates to Hell").
Über der ganzen Gegend liegt ein gewisser Dampf, mit dem gewissen Duft nach Schwefel und faulen Eiern.
Neuseeland ist ja bekannt für die verrückten Einfälle seiner Bewohner. Man kann sich zum Beispiel in einem riesigen, aufblasbaren Ball einen Hügel hinunterschubsen lassen. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Damit alles auch schön flutscht, kommt auch noch etwas Wasser in den überdimensionalen Wasserball - logisch. Nicht umsonst werben die Betreiber damit, man fühle sich "wie in einer Waschmaschine".
Die Kultur darf bei all dem Spaß natürlich nicht hintanstehen, daher besuchen wir ein Maori-Dorf außerhalb Rotoruas.
Die freundlichen Ureinwohner lassen uns in ihrem Dorf herumspazieren und an ihrer Kultur teilhaben.
Noch ein letztes CD-Cover: Ausblick auf Auckland.
Ein letztes Mal versinkt die Sonne für uns hinter Neuseelands atemberaubender Küstenlinie. Und wir verabschieden uns ein letztes Mal. So long, and thanks for all the fish!