Mittwoch, 9. September 2009

So long, and thanks for all the fish.

Treue Leser und Kommentarschreiber!
Mit einem lachenden und zwei weinenden Augen wende ich mich ein letztes Mal an die Weltöffentlichkeit, um die Berichterstattung einer wunderbaren Reise zu einem Ende zu bringen. Reise ist eigentlich nicht das richtige Wort, denn es war so viel mehr als das, es war eine prägende Erfahrung, ein aufregendes Abenteuer, ein einmaliges Erlebnis. Und, man glaubt es kaum, wir haben tatsächlich immer unseren Zeitplan eingehalten, keinen Flug verpasst (*aufholzklopf* - noch sind wir nicht zuhause) und 17.000 km Strecke mit dem Auto auf der linken Straßenseite unfallfrei hinter uns gebracht.

Mit der Fotodokumentation unserer letzten Tage in Neuseeland verabschieden wir uns an dieser Stelle von allen, die unseren Blog so gespannt verfolgt haben und an deren neiderfüllten Kommentaren wir uns so sehr erfreut haben.

Die Nordinsel
Nach dreieinhalbstündiger Überfahrt verlassen wir unsere überteuerte Fähre in Wellington, der Kunst-, Kultur- und auch ganz generellen Hauptstadt Neuseelands.


Im Te Papa Museum verewigen wir uns auf einer riesigen, frei gestaltbaren Monitorwand.


Weiter geht es Richtung Norden. Hier spazieren wir am Mt. Egmont dem Schnee entgegen, einem Vulkan, dessen perfekte Form leider von einem Nebelschleier verdeckt ist.


Sanfte Hügel, rosaroter Abendhimmel und ein aufgehender Vollmond - Neuseeland wie es leibt und lebt. Die weißen Wattebällchen im saftigen Grün sind übrigens... Schafe.


Wenn Vulkane nicht gerade Lava spucken, bieten sie sich auch als Schigebiet an. Natürlich lassen wir uns den Spaß nicht entgehen und wedeln den (aktiven) Mt. Ruapehu hinunter.


In Taupo vergessen wir noch mal die kalten Temperaturen und springen an einem Gummiseil von einer Platform, das gerade NICHT kurz genug ist, um uns vor dem kühlen Nass zu bewahren. Nach den zwei eisigen Erlebnissen dieses Tages (die erste war das Schifahren) wärmen wir uns in den heißen Quellen der Stadt wieder auf.


Apropos heiße Quellen: In Rotorua gibt es allerlei vulkanische Aktivität. Geysire (hier der Lady Knox Geysir)...


...kochende Seen (hier der Champagne Pool)...


...und brodelnde Schlammlöcher (hier in den "Gates to Hell").


Über der ganzen Gegend liegt ein gewisser Dampf, mit dem gewissen Duft nach Schwefel und faulen Eiern.


Neuseeland ist ja bekannt für die verrückten Einfälle seiner Bewohner. Man kann sich zum Beispiel in einem riesigen, aufblasbaren Ball einen Hügel hinunterschubsen lassen. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Damit alles auch schön flutscht, kommt auch noch etwas Wasser in den überdimensionalen Wasserball - logisch. Nicht umsonst werben die Betreiber damit, man fühle sich "wie in einer Waschmaschine".


Die Kultur darf bei all dem Spaß natürlich nicht hintanstehen, daher besuchen wir ein Maori-Dorf außerhalb Rotoruas.


Die freundlichen Ureinwohner lassen uns in ihrem Dorf herumspazieren und an ihrer Kultur teilhaben.


Noch ein letztes CD-Cover: Ausblick auf Auckland.


Ein letztes Mal versinkt die Sonne für uns hinter Neuseelands atemberaubender Küstenlinie. Und wir verabschieden uns ein letztes Mal. So long, and thanks for all the fish!

Donnerstag, 3. September 2009

Goodbye Australia

Liebe um den Sommer beneidete Leser!

Wir verabschieden uns mit diesem Blogeintrag von Australien, und werden auch sogleich von Neuseeland willkommen geheißen, einem Land, das den österreichischen Winter mit dem skandinavischen Sommer verbindet und noch eine kräftige Prise unglaublich genialer, unberührter Natur darüber streut. Kein Wunder, dass hier die "Herr der Ringe" Trilogie gefilmt wurde, kommen wir uns doch selbst andauernd so vor als würden wir tatsächlich durch das sagenumwobene Auenland reisen. Doch mehr dazu gleich, erst wollen wir das Ende unserer Australienrundreise noch gewissenhaft dokumentieren.

Into the cold
Ausgehend vom mittleren Westen Australiens reisen wir immer weiter nach Süden, und langsam beginnt das Quecksilber wieder zu sinken. Wir genießen die letzten Ausläufer subtropischer Temperaturen und begutachten weitere Naturwunder, wie zum Beispiel die "Blowholes" bei Carnarvon.


Durch die außergewöhnliche Küstenformation wird das Wasser hier bis zu 20 Meter in die Höhe geblasen.

Wir fahren weiter die Coral Coast entlang und kommen nach Hamelin Pool, wo sich nicht nur Millionen von Muscheln meterhoch auftürmen, sondern auch Bakterienkulturen wachsen, die vermutlich eine der ersten Lebensformen der Welt sind.


Noch Mitte des vergangenen Jahrhunderts dachte man, die "Stromatolites" würden nur in versteinerter Form zu finden sein, bis die seltsamenen Kugeln in Hamelin Pool als solche identifizierte.


Weiter geht es die Küste entlang, und trotz des anhaltend sonnigen Wetters bläst schon eine frische Brise von Westen her.


Die Küsten sind oft steil und hoch, deshalb gibt es viele gute Aussichtspunkte.


Das gibts auch nur hier - ein rosaroter See.


Die appetitliche Färbung wird von Bakterien verursacht.

Kurz vor Perth besuchen wir den Nambung National Park, besser bekannt als "The Pinnacles".


In einer kleinen Sandwüste stehen unmotivierte Felsen, deren Form sich am ehesten als plattgedrückte Hinkelsteine beschreiben lässt.


Michi genießt die Wüstensonne.


Eine seltsame Landschaft.

Nach Perth wird das Wetter so richtig ungemütlich, meist regnet es, wenn nicht, ist es herbstlich kalt. Unsere Route endet eigentlich in Perth, wo unser Weiterflug nach Melbourne auf dem Plan steht, doch da wir unserem Plan einige Tage voraus sind, geht sich noch eine kleine Runde südöstlich von Perth aus.


Wir besuchen den bekannten Wave Rock...


...dessen Bezwingung nicht ganz so einfach ist.


In Albany an Australiens Südküste besteigen wir ein Boot, um auf Waljagd zu gehen.


Und tatsächlich, nach einiger Zeit, finden wir sie auch.


Am Rückweg kommen wir an einigen Traumstränden vorbei, die Michi seeeehr gut gefallen.

Weiter geht es durch die "Valley of the Giants", wo riesige Bäume stehen,...


...wie Lisa eindrucksvoll demonstriert.


In 60 Metern Höhe kann man über den Wald spazieren.


Einige Bäume kann man auch erklettern, wie den Gloucester Tree. Martin sitzt hier auf einer Aussichtsplatform in schwindelerregender Höhe.


Am südwestlichsten Zipfel Australiens, in Augusta, fühlt man sich laut Reiseführer wie "am Ende der Welt".


Das Abendrot und die stürmische See tragen zu diesem Gefühl bei.


Weltuntergangsstimmung am Ende der Welt


Zwischen Augusta und Perth gibt es auch Tropfsteinhöhlen.


Die Formen der hier wachsenden Stalagtiten sind mannigfaltig und weltweit nur sehr selten anzutreffen.



Noch ein schnelles Abschiedsfoto im verregneten Perth. Die Statue im Hintergrund stellt einen Goldgräber, der Gold findet, und einen lustigen alten Mann, der ihm dabei auf die Schulter klopft, dar.


Wir jetten weiter nach Melbourne, einer Großstadt mit verspiegelten Wolkenkratzern...


und Bänken...


und Skyline...


und einem Michi...


und zwei Jakobs...


sowie einer Lisa.

Neuseeland
Alles ist grün, es ist stürmisch, es regnet oft und es gibt viele Schafe - Neuseeland ist genau so, wie man es sich erwartet. Nur unser Camper nicht - wir bekommen ein kostenloses Upgrade und haben plötzlich Platz - viel Platz!


Hier unser gigantischer Camper, eigentlich ein Apartement auf Rädern.


Es gibt ein Schlafzimmer...


noch ein Schlafzimmer...


Esszimmer...


Wohnzimmer...


Küche...


Vorzimmer...


Badezimmer...


und natürlich das Cockpit.


Die Aussicht von der Dachterrasse ist atemberaubend und ändert sich ständig!


Auf der Südhalbkugel drehen nicht nur die Abflüsse in die Gegenrichtung, auch die Tannen wachsen verkehrt.


Auch das ist eine Version des Ausblickes von unserem Wohnzimmerfenster aus.

Um dem Wunsch nach mehr Tieren im Blog nachzukommen, werden diese nun in großem Ausmaß erwähnt und abgebildet.


Wir besuchen eine Pinguinfarm. Martin hat sich schon mit einem angefreundet.


Auch Robben leben in der Gegend. Michi meint, die schaut so süß, deshalb kommt sie in den Blog.


In diesem Loch leben Pinguine. Nur sind sie nicht zuhause.


Das sind jetzt keine Tiere, aber trotzdem lustig. Runde Steine am Strand, genannt "Moeraki Boulders".


In der Studentenstadt Dunedin bleiben wir auf einen Kaffee.


Wieder mal Tiere - diesmal Schafe.


Auf der Otago Peninsula gibt es einen einsamen Leuchtturm...


...sowie einige seltsame Vögel...


...und einen schönen Ausblick.


Am nächsten Morgen geht die Sonne neben unserem Camper auf.


Noch mehr seltsame Vögel.


Am "Nugget Point" gibt es auch eine schöne Aussicht...


...viele Möwen...


...noch einen Leuchtturm...


...viiiele Seelöwenfamilien...


...und - wer hätte das gedacht - Schafe.


Michi deutet den Weg durch den Regenwald.


Unser Versuch, den berühmten Milford Sound zu besuchen, nimmt ob der hohen Lawinengefahr ein jähes Ende.


Stattdessen besuchen wir eine Geisterstadt namens Logantown.


Wir wandern...


über Stock und Stein.

In Wanaka gibt es die "Puzzling World".


Hier ist alles ein bisschen schräg...


...und wunderlich.


Lisa hat Spaß im 1,5 km langen Labyrinth.

Da die Zeit jetzt schon eng wird, beenden wir diesen Blogeintrag mit einigen Impressionen unserer weiteren Reise durch die Südinsel.





"Pancake Rocks"