Samstag, 25. Juli 2009

Sydney to Cairns

Geehrter Leser!

Es ist schon einige Zeit her seit wir uns an dieser Stelle gemeldet haben. Nun, da wir fast am Ende unserer Ostküsten-Tour stehen, haben wir diesbezüglich einiges nachzuholen.
Wir befinden uns mittlerweile in Cairns, unserem Zwischenziel vor dem Weiterflug gen Westen. Hier ist es wieder tropisch-schwül, wobei gesagt werden muss, dass uns Sydney vor zweieinhalb Wochen mit einem frischen Südaustralischen "Winter" begrüßt hat - nicht wirklich kalt, aber immerhin ein ordentlicher Temperaturunterschied zur Hitze unserer bisherigen Destinationen.

Ich beginne also von Vorne mit der Australien-Berichterstattung, die natürlich mit einigen unserer besten Schnappschüsse gewürzt wird (unsere Auswahl ist groß - wir haben bereits gut über 3000 Fotos).

Wasser, Vögel und Opernhäuser
09. Juli. Wir kommen früh am Morgen am Flughafen Sydney an. Erster Eindruck von den Australiern: ein heiteres, unkompliziertes Völkchen. Die Zollbeamten begutachten unsere Souveniers mit Amusement. Das Wetter zeigt sich etwas unfreundlich: leichter Regen und ca. 15 - 20 Grad weniger als wir es gewohnt sind. Nachdem wir einige Nächte nur unbequemen Schlaf bekommen hatten, suchen wir auf schnellstem Wege unser Hostel auf, um uns ein wenig auszuruhen.
Am Abend geht es dann noch auf eine erste Erkundungstour durch Sydney. Am Darling Harbour fällt uns eine offensichtliche Leidenschaft der hiesigen Bevölkerung auf: Wasserspiele. Es gibt an allen möglichen und unmöglichen Orten Brunnen, Rinnsale und ähnliches.


Skyline bei Darling Harbour, mit interessantem Brunnen.


10. Juli. Tag 2 in Sydney. Wir gehen die typischen Sightseeing-Routen ab. Unser Weg führt uns durch einen hübschen Park/botanischen Garten, wo wir das erste Mal die lokale ornithologische Fauna begutachten können - und die haut uns regelrecht von den Socken. Schwärme von Papageien umkreisen uns, von den Bäumen hängen Fledermäuse und wo man daheim nur Tauben erwarten würde, suchen hier Kakadus nach Essbarem.




Wir nähern uns den bekanntesten Wahrzeichen Sydneys - Oper und Brücke, hier im Hintergrund zu sehen.



Vor dem wahrscheinlich berühmtesten Opernhaus der Welt.


Von neuen Autos und tiefen Wassern.
Nach zwei spannenden Tagen in Sydney sind wir nun mit unserem ersten Mietwagen unterwegs. Eine spannende Erfahrung, mit dem Lenker auf der rechten Seite die Straßen auf der linken Seite zu befahren. Wir bekommen einen brandneuen Toyota mit Automatikgetriebe. Dieser überlebt uns aber nur bis zum 2 Autostunden entfernten Ort "The Entrance". Ein zuhilfe gerufener Mechaniker erklärt uns, dass wir mit dem Auto nicht weiterfahren können und die Nacht in dem netten Küstenort verbringen müssen. Die Autovermietung verspricht, am darauffolgenden Tag einen Ersatzwagen zu schicken. Wir lassen uns also in einem Motel nieder und warten.
Mit dem neuen, älteren Ersatzwagen geht unsere Reise ein zweites Mal los - auf in unbekannte Regionen, unbesiedelte Gegenden und unglaubliche Landschaften.

Hier die Highlights der ersten Tage on the road:
Unterwegs nach Port McQuarie finden wir einen abgelegenen Strand, auf dem eine wirklich geniale Stimmung herrscht. Wir beschließen, hier stehen zu bleiben und ein wenig die Gegend zu erkunden. Die folgende Bildergeschichte schildert eine amüsante Begebenheit an besagtem Strand.


Gleich zu Beginn werden wir vor variablen Wassertiefen gewarnt. Was soll's, es ist kalt und stürmisch, wir gehen ohnehin nicht schwimmen.



Von einigen Felsen am Strand kann man bequem in das seichte Wasser steigen, um sich ein wenig die Füße abzukühlen. Ich mache auf der einen Seite des Felsens vor, wie es funktioniert. Auch Michi möchte die Füße in den Pazifik tauchen und steigt auf der anderen Seite des Felsens hinab. An dieser Stelle möchte ich noch einmal an das oben abgebildete Schild erinnern.
Das Drama nimmt also seinen Lauf. Und niemand hätte gedacht, dass die Wassertiefe derartig Variabel sein könnte. Denn während das Wasser auf der rechten Seite etwa 10cm tief ist...


...macht Michi auf der linken Seite Bekanntschaft mit einem eineinhalb Meter tiefen Loch. Unsere perplexen Gesichtsausdrücke weichen Sekunden später einem herzlichen Lachen.



Nachdem es eh schon egal ist, genießt Michi gleich in voller Montur das erfrischende Wasser.



Dabei wäre es so einfach gewesen, dieser nassen Erfahrung auszuweichen - hätte er das mit dem Gehen auf dem Wasser nur vorher gelernt.


Entlang der Ostküste
Wir sehen immer mehr von diesem faszinierenden Land, während wir weiter in Richtung des warmen Nordens fahren.


Bald wandern wir durch tropische Regenwälder...



...entlang atemberaubender Küstenlinien...



...bis wir uns schließlich am östlichsten Punkt des australischen Festlandes einfinden.



Hier, in Byron Bay, steht einer der hellsten Leuchttürme der südlichen Hemisphäre.



Da uns die Küste hier außergewöhnlich gut gefällt, beschließen wir, die Nacht in der Stadt zu verbringen und am folgenden Morgen unser Frühstück bei Sonnenaufgang auf den Klippen einzunehmen. Welch ein An- und Ausblick!

Es geht weiter gen Norden, und langsam werden die Temperaturen angenehmer.


In Surfers Paradise können ´wir uns erstmals zum Sonnenbaden an den Strand legen.


Auf unserem Weg begegnen wir immer wieder verschiedensten Kuriositäten. Ein Reiseführer empfiehlt uns, die sogenannten "Mystery Craters" zu besichtigen, Löcher, die ein Bauer beim Bestellen seiner Felder in der Nähe von Bundaberg zufällig entdeckte und nun gekonnt vermarktet. Kurz gesagt, man zahlt einen überhöhten Eintrittspreis, um in den Hinterhof eines zu einem Pseudo-Museum ausgebauten Hauses zu gelangen. Dort sieht man ein paar Löcher, die so interessant sind, dass wir uns genötigt fühlen, das Erlebnis in einer kurzen, chronologischen Bildgeschichte wiederzugeben.


Die Löcher werden genau begutachtet, während eine krächzende Tonbandstimme im Hintergrund deren Geschichte erzählt.



Wir staunen über die spannenden Details im Museum...



...und verlassen die Anlage voll Freude und glücklich, diese Erfahrung gemacht zu haben.



Fröhlich und gutgelaunt spazieren wir zum Auto...



...wo Martin auf uns wartet. Er hatte draußen auf uns gewartet, da er die Sehenswürdigkeit nicht für sehenswürdig erachtet hatte. Als er unsere fröhlichen Gesichter erblickt, ist er ganz traurig, nicht mitgekommen zu sein.



Doch mit unserer ansteckenden Glückseligkeit gelingt es uns, Martin aufzuheitern.



So freut sich auch Martin an diesem wunderschönen Tag, und wir alle können glücklich die Weiterreise antreten.

Ja, eine wirklich wundervolle Geschichte. Am Tag darauf besuchen wir eine Krokodilfarm bei Emu Park


Hier haben wir nicht nur die Gelegenheit, diese hübschen Tiere aus der Nähe zu sehen,...



...sondern können uns mit ihnen auch über diverse andere Sinne bekannt machen - zum Beispiel über den Geschmackssinn.

Wir beschließen, hier die Ostküste zu verlassen und einen Umweg über das tatsächliche Outback im Landesinneren zu machen - ein weiter Weg, um Nichts zu sehen. Und Nichts ist tatsächlich sehenswert!


Ein verlassener Highway im Outback eignet sich nicht nur zum Fahren, nein, man kann hier auch gut Sonnenbaden!



Three lonesome cowboys.

Wir können nur tagsüber fahren, denn ab der Abenddämmerung kommen die Tiere aus dem Busch - und auf die Straße. In der Nacht ist es praktisch unmöglich, ohne Känguruhs auf der Kühlerhaube anzukommen, und da uns das Abkratzen zu mühsam ist, suchen wir uns täglich noch bei Tageslicht ein Motel. Die Outback-Bewohner kann man als durchwegs lustig und ein bisschen seltsam beschreiben. Die Dörfer sind hunderte Kilometer voneinander entfernt und bestehen meist nur aus einigen wenigen Straßen.

Nach drei Tagen trockener Steppenlandschaft kommen wir in Townsville wieder zurück an die Ostküste, und damit zurück in die Zivilisation. Auf einem großen Felsen inmitten der Stadt genießen wir den Sonnenuntergang mit Ausblick auf Stadt und Ozean. Hier ergeben sich einige gute Motive:


Grimassen im Abendlicht...



...typische CD-Covers...



...und unwirklich scheinende Farbspiele.

Der nächste Tag bricht an, und wir beginnen diesen mit einer halbstündigen Überfahrt nach Magnetic Island. Es gibt einige kleine Strände und das Riff reicht hier bis an die Küste, wie Martin und ich beim Versuch, an einem Felsen an Land zu gehen, schmerzhaft erleben dürfen. Die Schnitte an Händen und Füßen werden uns wohl noch einige Tage an dieses tropische Eiland erinnern.


Sonnenuntergang auf Magnetic.

Weiter geht es in Richtung Cairns. Unterwegs legen wir einen Zwischenstop am für seinen weitläufigen, weißen Sandstrand bekannten Mission Beach ein.


Palmen gibt es hier zuhauf, daher chillt Dundee mal wieder.



Wo es Palmen gibt, sind auch Kokosnüsse nicht weit.





14,000 feet
25. Juli. Cairns ist für uns eine Stadt voller Abenteuer in den verschiedensten Höhen und Tiefen. Erste erwähnenswerte Höhe: 14,000 Fuß.


Wir bereiten uns am Flugplatz vor, um in obengenannte Höhe zu gelangen.



Mutig und ohne Angst springen über den Wolken aus einer kleinen Propellermaschine und fallen. Und wir fallen lange.



Der Gegenwind knallt an unsere Ohren, und langsam kommt auch Lisa auf den Geschmack.

Die Wolken sind nicht so flauschig, wie man glauben möchte, sondern eher nass, und der Boden kommt näher. Wir lenken den Fallschirm in einigen Kreisen auf ein freies Feld zu, wo wir sanft auf den Hintern fallen.

Die nächste interessante Höhe - bzw. Tiefe - erwartet uns morgen, beim Tauchen im Great Barrier Reef. Mehr dazu gibt es bald an dieser Stelle, natürlich wie immer mit jeder Menge Fotos...

3 Kommentare:

  1. genialer bericht und suuuuper fotos!! :-) ihr wart fallschirmspringen! geil!!!!!

    ..ich muss echt demnächst euren spuren folgen.. weltreise ist ohnehin schon in planung ;-)

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  2. ich glaub die lisa hat ein neues studivz profilfoto ;)

    lg

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  3. juhuuuu! ich hab die karte bekommen ... eh schon länger! DANKEEE!!! :) wünsch euch noch ganz viel spaß!

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