Die letzten Tage waren für uns kaum zu fassen, wir haben Dinge erlebt und gesehen, die einem im Leben nur sehr selten unterkommen. Eine Fülle von Eindrücken hat sich in unsere Erinnerung gebrannt; es ist kaum zu glauben, dass wir erst etwa eine Woche unterwegs sind.
Natürlich möchten wir euch auch daran teilhaben lassen. Auch wenn wir in den letzten Tagen aus Zeitgründen, oder aufgrund der meist nicht vorhandenen Internetverbindung, nicht in der Lage waren, unser Webtagebuch ausführlich und regelmäßig zu aktualisieren, haben wir unsere Erlebnisse immer gründlich dokumentiert. Ich präsentiere euch also hier aus Sydney, wo wir heute früh angekommen sind, nun unsere gesammelten Blogeinträge der letzten Woche.
Und zu Sydney... komme ich ein anderes Mal. :)
Schildkrötengelee in Hong Kong und Abenteuer auf Java
Die letzten Tage waren sehr intensiv und lange, daher konnten wir an dieser Stelle bisher leider noch immer keine Fotos und auch seit langem keine Neuigkeiten mehr veröffentlichen. Wir möchten uns bei unseren gespannten Lesern hiermit höflichst entschuldigen und auch sofort eine Entschädigung in Form ausgedehnter Fotostories nachliefern.
Wir beginnen am Anfang - und der war für unsere Reise am Flughafen Wien.
Nachdem wir an unserem letzten Tag in der atemberaubenden Großstadt eine lokal ansässige Freundin von Lisas Freund Leo kennen lernen durften, bekamen wir zum Schluss noch einmal einige interessante Einblicke in das Leben in der Millionenmetropole sowie im gesamten Reich der Mitte. So lernten wir zum Beispiel, dass man in Hong Kong gar keine Hunde oder Katzen isst - gleich wie im Großteil von China. Bis auf einige Bewohner SEHR ländlicher Bereiche im Zentrum des Landes haben wohl die meisten Chinesen ähnliche Hemmungen und Gefühle bei dem Gedanken, Hund zu verspeisen, wie die meisten Europäer. Dementsprechend war es uns also nicht möglich, einen kleinen gebratenen Wauwau auf den Teller zu bekommen, und euch, liebe Leser, von diesem kulinarischen Erlebnis zu berichten.
Dafür kann ich von anderen lukullischen Abenteuern berichten, und derer gab es in Hong Kong viele. Davon haben wir ja eigentlich ohnehin schon ausgiebig berichtet, ich möchte nur noch ein paar kleine Details aus unserem vielfältigen Speiseplan anfügen. Ein Highlight des gestrigen Abends war wohl auf jeden Fall ein Sushirestaurant (ja, Japanisch, trotzdem!), in dem wir (anscheinend durch gute Beziehungen) trotz langer Schlange vor dem Eingang relativ schnell einen Tisch bekamen. Kurz gesagt: bestes Sushi/Sashimi ever (auch wenn die Lisa das wohl nicht so sehen dürfte - sie hatte (versehentlich) Tomatensuppe sowie Frühlingsrollen gefüllt mit einem enorm intensiv schmeckenden Fisch, und wer sie kennt, weiß, was das heißt...). Viel Auswahl und selbstverständlich wurde immer frischer Grüntee nachgeschenkt.
Zweites Highlight: ein Nachspeisenlokal mit Spezialisierung auf Mangos. Über die Mangos dort möchte ich aber gar nicht erst zu viele Worte verlieren, die waren ohnehin geil.
Das wirklich Interessante an dieser Stelle war ein auch dort angebotenes, traditionell chinesisches Gelee aus Schildkrötenpanzer und einigen Gewürzen namens Kwai Ling Ko, das sehr gesund sein sollte, und tatsächlich war am nächsten Tag meine leichte Erkältung verschwunden. Geschmacklich eine außergewöhnliche Erfahrung, ich möchte hier die Bilder sprechen lassen:
Hier noch einige Bilder aus dem Mangonachspeisenlokal:
Auch abgesehen vom Essen gab es natürlich einiges für uns zu sehen. Mit einer Gondel mit Glasboden ging es für uns auf der Insel Lantau über einzigartige Hügellandschaften zum "Big Buddha".
Leider konnten auch wir die riesige Statue nur von der Ferne betrachten, da wir erst knapp nach Ende der Öffnungszeiten bei dem Monument ankamen. Typisch...
Ersatzprogramm: being touristy...
Abenteuer auf Java
Nach kurzem Schlaf hatte nun am 4. Juli für uns das wirkliche Abenteuer begonnen, und dieses Abenteuer heißt Java. Auch wenn die Hitze auf den ersten Blick nicht ganz so schwül-feucht schien wie in Hong Kong, das tropische Flair ist der dominierende erste Eindruck, zusammen mit dem großen Kontrast, den die Kultur und die Lebensumstände hier bieten.
Ankunft im Hotel nach 9-stündiger Zugfahrt von Jakarta nach Yogyakarta. Die Buchung scheint nicht funktioniert zu haben und das Hotel ist ausgebucht. Nach langer Diskussion und erfolglosen Versuchen des etwas unbeholfenen Nachtpotiers, in einem anderen Hotel eine Unterkunft für uns zu finden, legten wir uns in der Lobby hin und ließen den Tag ausklingen.
Party like a Rock Star
5. Juli. Relativ wenige Moskitostiche und Entschuldigungen des gesamten Hotelpersonals, inklusive gratis Zimmer zum Duschen und gratis Frühstück mit geiler lokaler Küche, inklusive all you-can-eat Nasi Goreng. Danach mit einem netten Fahrer zu zwei verschiedenen buddhistischen Tempeln in der Umgebung: Prambanan und Borobudur. Letzterer ist ein wirklich beeindruckender Bau inmitten der Insel Java und somit auch inmitten des tiefsten Urwaldes. Auf einer Anhöhe gelegen bietet sich dem erstaunten Europäer ein atemberaubender Blick auf Urwald und ein durch die hohe Luftfeuchtigkeit etwas getrübter Blick auf den aktivsten Vukan Indonesiens, den Mt. Merapi.
Borobudur - mitten im Urwald.
Genialer Ausblick.
Hier trafen wir mehr oder weniger das erste Mal auf das freundliche Volk der Indonesier, eine einmalige Erfahrung an die wir uns wohl noch lange erinnern werden. Zur Erklärung: es gibt hier kaum Touristen, die nicht aus der unmittelbaren Umgebung kommen. Wenn es hier ausländische Touristen gibt, sind das Asiaten. Europäer werden daher mit äußerstem Interesse begutachtet und, ja, man möchte fast sagen, bewundert. Tatsächlich wurden wir so oft mit verschiedensten Familien und die Burschen unter uns mit interessierten Indonesierinnen fotografiert, dass wir mittlerweile aufgehört haben zu zählen.
Man wird tatsächlich immer und überall angesprochen und muss hie und da die Hände der Fans schütteln. Mit der Zeit merkt man dann aber, dass das Leben als Star auch nicht immer das einfachste ist und mitunter ganz schön anstrengend sein kann.
Ende des Tages: Fahrt nach Semarang - ein Erlebnis sondergleichen, mit einem Bus, wie man ihn sich vorstellt: alt, heiß, wenig Platz, offene Türen - so muss eine Reise in Indonesien aussehen, um authentisch zu sein. Wie immer wurden wir von den (ausschließlich - klarerweise) Locals interessiert beobachtet, die ebenfalls an der vierstündigen Busfahrt teilnahmen. Verständigung fällt nicht ganz leicht, da hier kaum jemand Englisch spricht.
[Never] Ending Ferry...
...oder: der kläglich gescheiterte Versuch, die Insel der Südseeträume zu erreichen.
Wir wollen nach Karimunjawa, ein entlegenes Atoll mit einsamen Inseln, weißen Sandstränden und türkisblauem Meer - und all das ohne großes Tourismusaufkommen - zu schön um wahr zu sein.
Gleich zu Beginn des Tages ein Rennen gegen die Zeit: Bankomat außer Betrieb, nicht genug Geld für die Fähre. Mit einer einmaligen, abenteuerlichen Aktion, die ein Aufsplitten unserer Gruppe, eine Mopedfahrt über kaputte Straßen und Schotterwege, die javajanische Mafia und enorme Überredungskünste beinhaltet, schaffen wir es doch irgendwie, auf die (bereits auslaufende) Fähre zu gelangen. Erleichtert lehnen wir uns zurück, um ein wenig Schlaf nachzuholen, doch an der ersten Zwischenstation in Jepara, wo noch einige Besucher das Festland verlassen wollen, werden wir von einer Lausprecherdurchsage unsanft aus unseren Südseeträumen gerissen: technische Probleme, die Fähre wird nicht weiter fahren.
Verärgert und enttäuscht verlassen wir das Schiff und wenden uns an die Mannschaft der "Kartini 1", gemeinsam mit einem jungen Immobilienhändler aus Jakarta und zwei Studentinnen auf Auslandssemester (eine Amerikanerin und eine Deutsche), die allesamt die Sprache der Einheimischen sowie auch Englisch beherrschen.
Nachdem wir unser Geld zurück bekommen, beschließen wir, uns in Jepara ein Hotel zu nehmen und verbringen den restlichen Tag mit unseren drei neuen Bekannten. Nachmittag und früher Abend werden am schönen Strand in Jepara verbracht. Wassertemperatur bei Sonnenuntergang: 28 Grad. Der Local ist so nett, uns im Auto eines Freundes mitzunehmen und uns unter anderem zu einem guten "Soto Ayam"-Stand zu bringen, wo wir unser köstliches, typisch indonesisches Abendessen und Getränk für umgerechnet ca. 70 Cent pro Person genießen.
Fazit des Tages: einer der besten und nettesten bisher, obwohl eigentlich nichts nach Plan verlaufen ist. Die Moral von der Geschicht: auf Java planen bringt sichs nicht.
ja hallo,
AntwortenLöschendas hört sich ja nach richtigem abenteuerurlaub an!
so solls auch sein :)
ich wünsch euch weiterhin viele spannende erlebnisse und nette bekanntschaften.
aber wie man liest, seits ihr da ja top unterwegs
lg,
alex
hey zusammen,
AntwortenLöschenwow, geiler bericht, geile stories, geile pics und wie immer tolle einlagen von euch ... à la ... der entdecker - der verstecker ... :-D
freut mich das der urlaub bei euch sooooo cool ist bis jetzt ... bin ja doch etwas eifersüchtig.
viel spaß euch allen zusammen.
liebe grüße aus new york
harry
will auch, will auch!
AntwortenLöschenklingt echt cool was ihr so erlebt!
ich wünsch euch alles gute da drüben. berichtet fleißig weiter und zeigt fotos!!!
lg Phil
sooooo geile fotos!!!!! :-)
AntwortenLöschenwirklich poster-reif! ich glaub um den strandurlaub beneid ich euch am meisten. :-D
ich bin jetzt nach 2 wochen durchfeiern in vorarlberg, münchen und bratislava wieder in wien.. eigenartig wenn von euch keiner da ist. aber ich hau eh gleich wieder ab, denn der besuch aus chicago fliegt morgen ab. :-P
ich freu mich auf euren nächsten bericht! have fun und überfahrt mir nur keine känguruhs!!!!
lg lena
hey ihr abenteurer!!
AntwortenLöschenhaben euch schon die krokodile gefressen?
bin schon so gespannt auf den nächsten bericht!
:-P
lg lena